Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Am 13. August 1996 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Grenzübergangsstelle Marienborn die 7½ Hektar große Gedenkstätte „Deutsche Teilung Marienborn“ eröffnet. An der Bundesautobahn 2 zwischen Helmstedt und der Ausfahrt Alleringersleben ragen zwischen großflächig überdachten Baracken und zweistöckigen Gebäuden hohe Lichtmasten in den Himmel, die Skyline der ehemaligen Grenzübergangsstelle.

Der Grenzübergang

Der Grenzübergang Helmstedt–Marienborn war der größte und bedeutendste an der innerdeutschen Grenze und bestand aus dem „Kontrollpunkt Helmstedt“ und der „Grenzübergangsstelle Marienborn“. Er bestand zwischen 1945 und 1990 und regelte den Verkehr auf der Autobahn 2 und den Eisenbahnverkehr zwischen der westdeutschen Kreisstadt Helmstedt und der ostdeutschen Gemeinde Marienborn. Seine Bedeutung erlangte er auch dadurch, dass er mit 167 Kilometern die kürzeste Verbindung nach West-Berlin darstellte.

Zeitweise waren auf dem Areal bis zu 1.000 Bedienstete in den Bereichen Passkontrolle, Zoll, Grenztruppen und Ministerium für Staatssicherheit tätig. Die zahlreichen Gebäude waren durch ein unterirdisches Tunnelversorgungssystem verbunden. Von 1984 bis 1989 wurden rund zehn Millionen Personenkraftwagen und rund fünf Millionen Lastkraftwagen abgefertigt. Bereits vor der Wiedervereinigung wurde der Übergang am 30. Juni 1990 vor Beginn der Wirtschafts- und Währungsunion geschlossen, exakt 45 Jahre nach seiner Errichtung. Seit Oktober 1990 stehen die ehemaligen Grenzabfertigungsanlagen unter Denkmalschutz, die Gedenkstätte zählt seit dem 19. Dezember 2011 gemeinsam mit den Anlagen in Hötensleben zum Europäischen Kulturerbe. Die westdeutschen Grenzgebäude bei Helmstedt wurden abgerissen oder anders genutzt.

Besuch

Die Besucher können das großräumige Gelände bei freiem Eintritt selbst erkunden, mit Passkontrolle, Pkw-Einreise, Kontrollbox für die Ausreise und Kommandoturm. An Wochenenden und Feiertagen gibt es oft kostenlose Führungen. Im ehemaligen Stabsgebäude wird eine Ausstellung gezeigt.

Anfahrt

Die Gedenkstätte ist über die A 2 in Richtung Berlin an der Ausfahrt zur Tankstelle mit Raststätte und Parkplatz erreichbar. Eine Zufahrt auf das Gelände gibt es nicht, die Gedenkstätte kann nur zu Fuß betreten werden. In der Gegenrichtung nach Hannover nimmt man die Ausfahrt Alleringersleben (Anschlussstelle 64). Weitere Wege führen über die B 1 und die B 245, dabei nähert man sich über die Rückseite der Anlage, an der ein Parkplatz liegt.

Bildergalerie

Tipps für den Besuch

Tipp

Das Gelände ist weitläufig, festes Schuhwerk und etwas Zeit sind sinnvoll. An Wochenenden gibt es oft kostenlose Führungen.

Lage und Eintritt

Lage
An der A 2 zwischen Helmstedt und Alleringersleben, 39365 Marienborn
Eintritt
Frei, Besichtigung des Geländes zu Fuß
Anfahrt
A 2 Richtung Berlin über die Tankstelle mit Raststätte, Richtung Hannover Ausfahrt Alleringersleben (64)

Angaben nach unserem Besuch, Zeiten und Preise können sich geändert haben. Aktuelle Öffnungszeiten und Führungen stehen auf der Website der Gedenkstätte.

Karte und Navigation

Die Karte wird von Google Maps bereitgestellt. Beim Laden werden Daten an Google übertragen.

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