Seilbahnen und Hexentanzplatz Thale

Es ist nicht die längste Kabinenbahn, nicht der größte Zoo und auch kein reiner Vergnügungspark, aber die Kombination in Thale im Harz ist einmalig in Deutschland, wenn nicht in ganz Europa. Zwei Seilbahnen führen hinauf zum Hexentanzplatz und zur Rosstrappe, oben warten Rodelbahn, Bergtheater und Tierpark.

Die Seilbahnen

Die Bodetal-Seilbahn, auch Kabinenbahn Hexentanzplatz genannt, ist eine Luftseilbahn im Bodetal und von Januar bis Oktober in Betrieb. Sie wurde zwischen 1969 und 1970 erbaut und 1994 vollständig umgebaut. Nach Saisonende 2011 wurde die Bahn komplett abmontiert, die neue Bahn wurde am 21. April 2012 eröffnet, kostete 4,7 Millionen Euro und entspricht dem neuesten technischen Stand. Sie läuft vollautomatisiert.

Die Bahn überwindet 244 Höhenmeter auf 728 Metern Fahrlänge. Die Fahrt dauert je nach Andrang vier bis acht Minuten. In den hellgrünen Kabinen schaut man durch den Glasboden in die Tiefe des Bodetals. Oben bietet sich ein schöner Ausblick über Thale und das Bodetal. Wer es luftiger mag, steigt auf den Sessellift zum Felsmassiv Rosstrappe um, einen mit Quarzadern durchzogenen, 403 Meter hohen Granitfelsen gegenüber dem Hexentanzplatz.

Hexentanzplatz

Der Hexentanzplatz, vermutlich ein altsächsischer germanischer Kultort, liegt 454 Meter über dem Meeresspiegel. Direkt dort befindet sich die rund 1.000 Meter lange Ganzjahresrodelbahn „Harzbob“, bei der man bis zu 40 km/h schnell wird. Das Harzer Bergtheater bietet Aufführungen auf der Naturbühne, dazu gibt es Restaurants und Souvenirläden. Auch der Tierpark Hexentanzplatz mit mehr als 70 Tierarten liegt hier, außerdem ein kleiner Spielplatz, Minigolf und ein Imbiss.

Das größte Ereignis ist die Walpurgisnacht am 30. April. Dann sammeln sich Hexen und Teufel auf dem sagenumwobenen Platz, ein Programm aus Live-Musik, Lasershow und Höhenfeuerwerk begeistert jedes Jahr rund 10.000 Besucher.

Rosstrappe und Spaßinsel

Die Rosstrappe erreicht man mit dem Auto, zu Fuß über den Präsidentenweg, mit dem Linienbus oder mit dem Sessellift. Die Spitze ist nach etwa 20 Minuten zu Fuß erreicht und einer der schönsten Fotopunkte des Harzes mit Blick in das Felsental. Auf dem Felsen befindet sich eine Vertiefung, die einem riesigen Hufabdruck ähnelt. Unweit des Trappefelsens liegen die Überreste der Winzenburg, einer seit der Jungsteinzeit genutzten Fliehburg von 25 Hektar mit einer etwa 500 Meter langen Wallanlage.

Wieder unten im Bodetal wartet auf die Kleinen die Spaßinsel, ein kleiner Vergnügungspark mit zwanzig Attraktionen, außerdem gibt es einen neugestalteten Minigolfplatz.

Bildergalerie

Tipps für den Besuch

Tipp

Mit Seilbahn hinauf und Sessellift zur Rosstrappe lässt sich ein ganzer Tag gut füllen. Bei Andrang plant man längere Wartezeiten ein.

Adresse, Zeiten und Anreise

Adresse
Goetheweg 1, 06502 Thale
Zeiten (Stand unseres Besuchs)
Ostern bis Oktober täglich 9:30 bis 18:00 Uhr; Januar Sa und So sowie in den Weihnachtsferien täglich 10:00 bis 16:30 Uhr; Februar bis Gründonnerstag täglich 10:00 bis 16:30 Uhr; 1. bis 3. November und 25. bis 31. Dezember 10:00 bis 16:30 Uhr
Anreise
Zwei große Parkplätze nur fünf Minuten entfernt

Angaben nach unserem Besuch, Zeiten und Preise können sich geändert haben. Aktuelle Zeiten und Preise stehen auf der Website der Seilbahnen Thale.

Karte und Navigation

Die Karte wird von Google Maps bereitgestellt. Beim Laden werden Daten an Google übertragen.

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