Nach der Absage der Sail Bremerhaven 2020 sprachen sich Magistrat und Senat dafür aus, die Veranstaltung in modifizierter Form als „Lütte Sail“ 2021 stattfinden zu lassen. Wegen der Corona-Lage entstanden daraus die noch etwas kleineren „Maritimen Tage“ vom 11. bis 15. August 2021, ohne Einlaufparade und ohne Höhenfeuerwerk.
Dieser Beitrag ist ein Rückblick auf unseren Besuch bei den Maritimen Tagen 2021, Termine und Angaben gelten nicht mehr.
Das Konzept
Das Event war so angelegt, dass über die fünf Tage maximal 50.000 Geimpfte, Genesene und Getestete das Programm besuchen konnten. Sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ließ es sich nicht nehmen, am Freitag vorbeizuschauen und das Spektakel bei bestem Sommerwetter zu eröffnen. Es gab sechs umzäunte Besucherinseln mit klaren Besucherzahlbegrenzungen: die „Freibeuter-Insel“ mit mittelalterlichem Markt, die rustikale „Haven-Kneipe“, die „Freiluft-Kombüse“ mit dem Street-Food-Festival, die „Musik-Werft“ mit Bühne und Bestuhlung, das „Wein-Deck“ mit Pianomusik und die „Sand-Bank“ mit Konzerten, unter anderem von DJ Rob Hardt.
Die Schiffe
Knapp 90 Schiffe lagen an den Kaimauern, darunter die „Christian Radich“ (Norwegen, 1937), der Dreimast-Topsegel-Schoner „Gulden Leeuw“ von 1937 und die „Oosterscheide“ von 1917, der ehemalige Walfänger „Artemis“, die „Kamper Kogge“ aus den Niederlanden, der Galeonennachbau „El Galeon“ und die „Pascual Flores“ aus Spanien. Die polnische „Dar Mlodziezy“ legte von der Hanse Sail Rostock kommend an der Seebäderkaje an. Auf dem Wasser waren außerdem Bördeboote, Hafenrundfahrten und private Schiffe unterwegs, mehr zur HaRuFa Hafenrundfahrt steht in einem eigenen Beitrag.
Überblick und Street Food
Den schönsten Überblick gab es von der Aussichtsplattform des Sail City, nicht minder schön war der Blick vom 35 Meter hohen Riesenrad der Schaustellerfamilie Hanstein, die damit nach ausgefallenen Volksfesten Einnahmen hatte. Beim Street Food Festival mit rollenden Food-Trucks in der „Freiluft-Kombüse“ auf dem Willy-Brandt-Platz gab es Burger, Curries, BBQ, Fritten und Süßes. Am Sonntag spielte das Duo Raum27 Deutschrock auf der „Musik-Werft“. Am Sonntagabend wurden die Stände abgebaut, viele Fotografen nutzten die blaue Stunde. Wir haben uns in keinem Moment unwohl gefühlt, Platz war da.






























































































