Gedenkstätte Berliner Mauer

Entlang der Bernauer Straße zieht sich einer der wichtigsten Erinnerungsorte zur Berliner Mauer. Die Gedenkstätte Berliner Mauer dokumentiert die Geschichte Berlins vom Bau bis zum Fall der Mauer und erinnert an die Teilung der Stadt und an die Todesopfer an der Mauer.

Die Bernauer Straße

Die Straße, die die Grenze zwischen Wedding (West) und Mitte (Ost) markierte, war Ort tragischer Fluchtschicksale. Menschen aus dem abgeriegelten Ost-Berlin stürzten sich aus den Fenstern ihrer Häuser, um in den freien Westen zu gelangen. 37 Jahre nach dem Beginn des Mauerbaus, am 13. August 1998, weihte Berlin die Mauergedenkstätte an der Ecke Ackerstraße ein.

Die Gedenkstätte

Das nationale Denkmal, ein 70 Meter langes Original-Teilstück der Grenzanlagen im letzten Ausbauzustand, wie er beim Mauerfall vorhanden war (die Mauerteile stammen von anderen Abschnitten), wurde 1998 wieder errichtet und später erweitert. Heute umfasst die Gedenkstätte auf einer Länge von 1,4 Kilometern auf dem ehemaligen Grenzstreifen neben dem Denkmal auch eine Außenausstellung, die Kapelle der Versöhnung, das Dokumentationszentrum Berliner Mauer, das Fenster des Gedenkens sowie das Besucherzentrum, das 2009 an der Bernauer Straße Ecke Gartenstraße eröffnet wurde.

Vom Westen gesehen folgt hinter der Betonwand aus industriell gefertigten L-förmigen Elementen erst eine Sandfläche. Anschließend kommen der mit Laternen ausgeleuchtete Kolonnenweg, ein Signalzaun und die Hinterlandmauer. Ein dazugehöriger Wachturm im Originalzustand wurde nachträglich innerhalb der Anlage errichtet.

Das Fenster des Gedenkens

Das Fenster des Gedenkens erinnert seit 2010 an die Todesopfer der Berliner Mauer. Es ist eine 12 Meter lange Wand aus rostendem Stahl, in der sich 162 Fenster mit den Porträts jener 130 Menschen befinden, die als Flüchtlinge oder Unbeteiligte an der Mauer erschossen wurden oder tödlich verunglückten.

Dokumentationszentrum

Zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls am 9. November 2014 wurden der letzte Teilabschnitt der Außenausstellung und die neue Dauerausstellung „1961|1989. Die Berliner Mauer“ im renovierten Dokumentationszentrum auf der anderen Seite der Bernauer Straße eröffnet. Damit war die Erweiterung der Gedenkstätte abgeschlossen. Ein weiteres Stück Mauer mit Kunst steht an der East Side Gallery.

Bildergalerie

Tipps für den Besuch

Tipp

Die Außenausstellung ist täglich bis 22:00 Uhr zugänglich, danach sind die Infosäulen nicht mehr beleuchtet. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten und Adresse der Gedenkstätte Berliner Mauer

Adresse
Bernauer Straße 111, 13355 Berlin
Außenausstellung
Täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr
Dokumentationszentrum
Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt
Frei

Angaben nach unserem Besuch, Zeiten und Preise können sich geändert haben. Aktuelle Zeiten stehen auf der Website der Stiftung Berliner Mauer.

Karte und Navigation

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