Floriade Expo 2022 in Almere

Die Floriade Expo 2022 in Almere, nahe Amsterdam, war die Internationale Gartenbauausstellung, die seit 1960 alle zehn Jahre in den Niederlanden stattfindet. Sie lief bis zum 9. Oktober 2022 und ist inzwischen beendet. Dieser Beitrag ist ein Rückblick auf unseren Besuch.

Hinweis

Die Floriade Expo 2022 ist beendet. Öffnungszeiten, Preise und Anreise gelten nicht mehr; sie sind hier nur als Rückblick festgehalten.

Anreise nach Almere

Reist man mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, ist es von Almere noch ein längerer Fußweg bis zur Floriade. Almere selbst wirkt durch fehlende historische Bausubstanz und die durchgeplanten Stadtviertel zunächst etwas seelenlos. Zur Floriade wurden auch kostenpflichtig ein Shuttlebus und eine Bootsfahrt über das Weerwater angeboten. Wir nutzten das Boot, bei schönem Wetter ein schöner Einstieg in einen bunten Tag.

Es gab zwei Eingänge zum Floriade-Gelände: den Weerwater-Eingang, wo das Boot aus dem Zentrum von Almere anlegt, und den Kabelbahn-Eingang, wo, wie der Name schon sagt, die Seilbahn startet.

Growing Green Cities

Im Park konnte man auf sechzig Hektar Land verschiedene Innovationen zum Thema „Growing Green Cities“ entdecken, die Städte unterhaltsamer, lebenswerter und nachhaltiger machen sollen. Die Zukunft der Menschheit liegt in den Städten, davon sind Experten weltweit überzeugt. Der niederländische Gartenbausektor machte dies zusammen mit nationalen und internationalen Partnern zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für Jung und Alt.

Die Länderpavillons

Auf der Expo konnte man etwa 40 Länderpavillons besuchen, in denen die Länder ihre Kultur, Pflanzen, Blumen und lokalen Innovationen für grüne Städte präsentierten. Besonders sehenswert war China mit seinem „A Growing Chinese Bamboo Garden“, der die traditionelle chinesische Landschaftsarchitektur mit den neuesten gärtnerischen Entwicklungen verband. Der große deutsche Pavillon war ein gutes Beispiel für die Verbindung von Stadt und Natur durch modernen Gartenbau; der Garten symbolisierte eine Stadt in ständigem Wachstum und Wandel. Mit dem „Desert Nest“ kombinierte Katar traditionelle Formen mit moderner Technik, mit kleinen Salzseen und einer Videoabteilung.

Besonders gut gefallen hat uns der thailändische Länderpavillon voller Seerosen, Kurkuma, Zierpflanzen sowie einem Gemüse- und Kräutergarten. Der Pressesprecher erzählte uns, dass sie monatelang an diesem schönen Pavillon gebaut hätten. Es hat sich gelohnt. Innen konnten thailändische Köstlichkeiten probiert werden, zwischendurch tanzte eine Tempeltänzerin den typisch thailändischen Tanz. Hier waren alle sehr freundlich und bemüht um die Besucher. Bei anderen Länderpavillons sahen wir eher lustloses Personal, und auf gezielte Fragen hieß es: „Schauen Sie im Internet nach.“

Parkbahn, Seilbahn und Gewächshaus

Im Rundkurs fuhr eine kleine Parkbahn in Abständen von zehn bis 15 Minuten durch den Park. Im Ticket war eine Fahrt mit der 850 Meter langen Seilbahn inklusive. Hier sollte man aufpassen: Die Reise geht einmal über die Autobahn A73, und man ist plötzlich auf der anderen Seite. Von dort kann man nicht direkt wieder in den Park, es sei denn, man bezahlt eine Rückfahrt mit der Seilbahn. Deshalb sollte man die Seilbahn als Letztes einplanen und dann nach Hause gehen.

Ein großer Gewächshaus-Komplex mit vielen Ständen war besonders bei Regenwetter zu empfehlen, und ein breites Kulturprogramm sorgte für vielfältige Unterhaltung.

Unser Fazit

Als eigenes Fazit können wir sagen, dass man bei der Floriade vor allem bei schönem Wetter einen tollen Tag verbringen konnte. Wegen der Größe der Fläche sollte man nicht zu spät anreisen. Wer ein buntes Blumenmeer, wucherndes Grün und die Pflanze im Mittelpunkt erwartete, wurde etwas enttäuscht. Das Gelände war quadratisch, praktisch, gut aufgebaut und versprühte wenig Charme, sondern eher klinische Sauberkeit.

Ob sich das herumgesprochen hatte und für die damals noch schwachen Besucherzahlen sorgte, lässt sich nicht sagen. So steuerte die internationale Gartenausstellung im Herbst 2022 auf ein großes finanzielles Fiasko zu: Nach Angaben der Organisation war mit Verlusten von 34 Millionen Euro zu rechnen (41,5 Millionen Euro waren investiert worden).

Praktisches von damals

Die Expo war bis zum 9. Oktober 2022 täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Parken konnte man an der Enrico Fermistraat in 1341 CB Almere (Autobahn A6, Ausfahrt 6 Almere Buiten); der Parkplatz kostete 14,50 Euro inklusive Nutzung des Shuttlebusses zum Eingang der Floriade.

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