Eine internationale und multimediale Ausstellung über die Pop- und Stilikone David Bowie war bis zum 10. August 2014 im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen. Die Retrospektive stellte das künstlerische Schaffen des britischen Musikers dar, einem der einflussreichsten Künstler der Popkultur.
Die Ausstellung lief bis zum 10. August 2014 und ist in Berlin nicht mehr zu sehen. Dieser Beitrag ist ein Rückblick, Zeiten und Angaben gelten nicht mehr.
Die Retrospektive
David Bowie wurde am 8. Januar 1947 in London-Brixton geboren. Die Ausstellung zeichnete umfassend die Karriere des Ausnahmekünstlers nach, vom frühen künstlerischen Werdegang des jungen Londoners David Robert Jones bis zum Weltstar Bowie. Er erfand sich immer wieder neu und blieb doch dasselbe Original. Nach der erfolgreichen Premiere im Victoria and Albert Museum in London und Stationen in Toronto und São Paulo kehrte die Ausstellung in die Stadt zurück, in der er Ende der 70er-Jahre Musikgeschichte schrieb.
Die Exponate
Mehr als 300 Exponate wurden zusammengetragen, darunter 60 Original-Bühnenkostüme, Musikvideos und Fotografien, handschriftliche Texte, Filme, Livekonzert-Mitschnitte, Set-Designs, Musikinstrumente, Album-Cover und persönliche Sammlungsstücke. Aus Bowies persönlichem Besitz waren unveröffentlichte Storyboards, handschriftliche Set-Listen und Songtexte, Wortcollagen sowie Zeichnungen, Noten und Tagebucheinträge ausgestellt.
Bowie in Berlin
Der Künstler lebte von 1976 bis 1978 in Berlin. Das geteilte Berlin des Kalten Krieges war in den 70er-Jahren Fluchtpunkt für die Subkultur und wurde für Bowie zum Zufluchtsort und zur stetig sprudelnden Inspirationsquelle. Hier schuf er seine drei besten Alben „Low“, „Heroes“ und „Lodger“. Die Berliner Zeit gilt als eine seiner produktivsten Schaffensphasen und wurde in einem exklusiv für das Berliner Publikum erweiterten Ausstellungsteil mit 60 neuen Exponaten präsentiert, darunter Zeichnungen und Gemälde von Bowie, Songtexte und teils private, bisher ungezeigte Fotografien. Schreiben mit der befreundeten Marlene Dietrich waren ebenso zu sehen wie seine Schaffensphase als Ziggy Stardust.
Klangwelten
Die Besucher tauchten in die Klangwelten Bowies ein. Modernste Audiotechnik ließ Bild und Klang verschmelzen, die Audioguides waren im Ticketpreis inbegriffen und erkannten den Standpunkt in der Ausstellung. So lieferten sie den passenden Soundtrack zu den Exponaten. Für Musikfreunde war die Ausstellung ein Muss, sie war informativ und kurzweilig gestaltet, Sitzgelegenheiten gab es leider nicht. Die Bilder wurden uns freundlicherweise von der Ausstellung zur Verfügung gestellt.







