Berliner Dom

Der Berliner Dom, eigentlich Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin, ist eine evangelische Kirche im Ortsteil Mitte auf dem nördlichen Teil der Museumsinsel. Er ist eine der größten protestantischen Kirchen Deutschlands und die größte Kirche Berlins und zieht jedes Jahr Hunderttausende Besucherinnen und Besucher an.

Der Bau

Der Dom wurde von 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff errichtet und gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten in Deutschland. Das denkmalgeschützte Gebäude besteht aus der zentralen Predigtkirche unter der Kuppel sowie der Tauf- und Traukirche, das Hauptportal liegt am Lustgarten. Die Gesamthöhe beträgt heute 116 Meter auf einer Grundfläche von etwa 73 × 93 Metern, ursprünglich waren es 73 × 114 Meter vor dem Abriss der Denkmalskirche. Der Dom bietet etwa 1650 Sitzplätze.

Der zweigeschossigen, monumental wirkenden Hauptfront an der Lustgartenseite ist eine Säulenhalle mit einer Granitfreitreppe vorgelagert. Die Kuppel hat eine Scheitelhöhe von 74,8 Metern bei einem Durchmesser von 33 Metern. Sie wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nicht in ihrer vollen Höhe wieder aufgebaut. Die inneren Kuppelmosaiken stellen die Seligpreisungen aus der Bergpredigt dar, jedes ist 39 Quadratmeter groß und besteht aus über 500.000 Steinchen in etwa 2000 Farbschattierungen.

Hohenzollerngruft und Orgel

In der Hohenzollerngruft wurden von 1536 bis 1916 Mitglieder des Hauses Hohenzollern, des ehemaligen preußischen Königshauses, beigesetzt, allerdings keiner der Deutschen Kaiser. Friedrich Wilhelm II. ist der letzte preußische König, der im Dom beigesetzt wurde. Die Gruft enthält 94 Bestattungen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. In Prunksarkophagen mit hölzernen Innensärgen haben unter anderem der „Große Kurfürst“ Friedrich Wilhelm, Kurfürstin Dorothea, der erste König in Preußen Friedrich I. und Königin Sophie Charlotte ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Die große Sauer-Orgel wurde zeitgleich mit dem Bauwerk entworfen und realisiert und gehört damit zur ursprünglichen, originalen künstlerischen Ausstattung der Kirche. Seit dem 1. März 2026 kann der Dom nach der abgeschlossenen Sanierung der Hohenzollerngruft wieder in seiner ganzen Pracht erkundet werden.

Der Blick von der Kuppel

Der Ausblick vom Kuppelumgang zeigt die großartige Lage des Doms in der historischen Mitte Berlins. Bei unserem Besuch führten 270 Stufen hinauf, belohnt wurde der Aufstieg mit einem Blick auf die Museumsinsel, die Synagoge, den Gendarmenmarkt, den Reichstag und das Rote Rathaus. Auch der Fernsehturm ist von hier gut zu sehen.

Bildergalerie

Tipps für den Besuch

Tipp

Für eine ausführliche Erkundung samt Audioguide solltest du etwa 1,5 Stunden einplanen. Der letzte Einlass ist eine Stunde vor Schließung.

Öffnungszeiten und Anfahrt zum Berliner Dom

Adresse
Am Lustgarten, 10178 Berlin
Öffnungszeiten
Montag bis Samstag von 9:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag von 12:00 bis 18:00 Uhr; letzter Einlass um 17:00 Uhr; bei Gottesdiensten und Veranstaltungen kann es abweichen
U-Bahn und S-Bahn
U5 bis Museumsinsel; S3, S5, S7, S9, S75 bis Hackescher Markt
Tram und Bus
Tram M4, M5, M6 bis Spandauer Straße; Bus 100, 200, 300 bis Am Lustgarten
Barrierefreiheit
Seit März 2026 ist ein barrierefreier Rundgang durch Predigtkirche, Tauf- und Traukirche, Hohenzollerngruft, Domshop, Domcafé und Dommuseum möglich

Angaben nach unserem Besuch, Zeiten und Preise können sich geändert haben. Aktuelle Zeiten und Tickets stehen auf der Website des Berliner Doms.

Karte und Navigation

Die Karte wird von Google Maps bereitgestellt. Beim Laden werden Daten an Google übertragen.

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