Dalí Museum Berlin

Hochgezwirbelter Schnurrbart, fantasievolle Verkleidungen, besondere Posen: Salvador Dalí war ein Exzentriker und einer der genialsten Künstler der Moderne. In Berlin gab es unweit des Potsdamer Platzes eine Ausstellung über einen Teil seiner Werke.

Das Dalí Museum ist geschlossen

Das Museum am Leipziger Platz 7 ist seit dem 20. Dezember 2021 geschlossen, die Sammlung soll künftig an einem neuen Ort mit neuem Ausstellungskonzept gezeigt werden. Dieser Beitrag ist ein Rückblick auf unseren Besuch, Zeiten und Angaben gelten nicht mehr.

Die Ausstellung

In der Berliner Ausstellung wurden hauptsächlich Zeichnungen, Lithographien, Radierungen, Holzschnitte, illustrierte Bücher, Dokumente und Arbeitsbelege, originale Grafiken und komplette Mappenwerke gezeigt, dazu die von Dalí selbst gestalteten Mappenobjekte und dreidimensionale Arbeiten. Auch Arbeiten in der Technik der Kaltnadelradierung waren zu sehen, die Technik wurde visuell erklärt. Wer Großformatiges sehen will, muss nach Figueres in das dortige Teatre-Museu Dalí mit seinen Eier-Türmen, unweit von Dalís damaligem Wohnort Cadaqués-Portlligat an der Costa Brava.

Motive und Führungen

Auch auf den in Berlin ausgestellten kleineren Werken fand man die bekannten Figuren Dalís: zerfließende Uhren, brennende Giraffen, Frauen mit Schubladenkörpern oder langen Stelzenbeinen. Der Katalane brachte auch auf seinen Skizzen sexuelle Zweideutigkeiten zu Papier. „Surrealismus für alle“: In diesem Sinne waren über 450 Exponate aus privaten Sammlungen aus der ganzen Welt dauerhaft in Berlin zu sehen. In der Ausstellung standen Dalí-Scouts bereit, die Besucher bei den nahezu stündlich stattfindenden öffentlichen Führungen begleiteten oder Fragen beantworteten.

Der Künstler

Dalí erlitt bei einem Zimmerbrand im Schloss Púbol, das er in seinen letzten Lebensjahren bewohnte, schwere Brandverletzungen. Am 23. Januar 1989 starb er an Herzversagen im Torre Galatea, dem Turm seines Museums in Figueres, den er seit dem Brand bewohnte. Auf seinen Wunsch wurde er in der Krypta des Museums beigesetzt. Geblieben sind seine surrealistischen Werke.

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